Gute Konstruktion schafft die Voraussetzung für eine reibungslose Herstellung

Michaela Schnarrenberger kam 2005 nach ihrem Maschinenbau-Studium in Mosbach und 18 Monaten Erfahrung in ihrer Ausbildungsfirma zu SCHIMSCHA in die Konstruktion. 2019 ist sie zur Leiterin der heute 9-köpfigen Abteilung aufgestiegen.

Im Interview gibt uns die Diplom-Ingenieurin Einblicke in ihre spannende Arbeit und stellt die Wichtigkeit einer guten Konstruktionsleistung im Bezug auf ein qualitativ hochwertiges Endergebnis dar.

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Auf der Suche nach Optimierungspotenzial: Techniker Christian Albrecht mit Konstruktionsleiterin Michaela Schnarrenberger.

Frau Schnarrenberger, können Sie in einem Satz sagen, was die Konstruktionsabteilung bei SCHIMSCHA macht?

Michaela Scharrenberger:  Ja, sicher. In unseren Teams arbeiten wir kundenspezifische Produkte aus, die dann in Einzel- oder Serienfertigung gehen — von einfachen Gehäusen oder Blechteilen nach Zeichnung bis hin zu komplexen Maschinenverkleidungen.

 

Welche Fähigkeiten müssen Konstruierende bei SCHIMSCHA mitbringen, um diese Aufgabe bestmöglich erledigen zu können?

Michaela Scharrenberger: Technisches Verständnis ist natürlich unerlässlich. Ein Interesse an abwechslungsreichen Kundenprojekten braucht es aber auch. Besser gesagt ein gutes Einfühlungsvermögen in die verschiedensten Probleme und die Herausforderungen des Kunden. Genau diese Lösungskompetenz zeichnet unser Team und unsere Arbeit bei SCHIMSCHA aus.

 

Was ist neben dem technischen Know-how zur Aufgabenbewältigung notwendig?

Michaela Scharrenberger: Kreativität und Erfindergeist. Konstrukteure sind die Tüftler und Erfinder im Betrieb. Sie planen, entwerfen und entwickeln neue Produkte, schaffen damit aber auch gleichzeitig die Voraussetzung für eine reibungslose Herstellung. Jeder nachfolgende Arbeitsschritt baut auf der 3D-Konstruktion und den dazugehörigen Zeichnungen und Stücklisten auf. Deshalb ist auch eine hohe Präzision unverzichtbar.

 

Was benötigen Sie von Kundenseite, damit Sie Ihre Konstruktionsarbeit starten können?

Michaela Scharrenberger: Ich bin jetzt seit 16 Jahren im Unternehmen. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Der Kunde kommt entweder mit sehr detaillierten Zeichnungen auf uns zu. Oder aber mindestens genauso häufig ist es der Fall, dass er uns vollkommen vertraut und die technische Umsetzung gerne in unsere erfahrenen Hände gibt. Er erklärt uns seinen Bedarf, schickt grobe Skizzen, Modelle und/oder Fotos und wir erarbeiten dann auf Basis dessen die detaillierte 3D-Zeichnung. Aber wie gesagt: Nach wie vor ist beides die gängige Praxis und beides bei SCHIMSCHA möglich.

 

Was war Ihr bislang spannendstes Projekt bei SCHIMSCHA? Erzählen Sie uns davon!

Michaela Scharrenberger:  Es gab viele interessante und herausfordernde Projekte. Was mir jetzt als Erstes einfällt, ist das Dreh-Fräs-Bohr-Zentrum, das wir vor einiger Zeit für den Maschinenbauer Mikron in Rottweil entwickelt und gefertigt haben. Hier gab es große Unzufriedenheiten mit der bisherigen Konstruktion seitens des Kunden und wir hatten die Möglichkeit, grundlegende Änderungen vorzunehmen. Toll war, dass der Kunde uns von Anfang an sein volles Vertrauen geschenkt und uns seine volle Unterstützung zugesagt hat. Er war sehr offen und hat uns die Möglichkeit gegeben, zwei Tage lang vor Ort das bisherige Prinzip zu analysieren und die Fertigung genau anzuschauen. Das war ideal für uns und wurde am Ende aber auch mit einer starken Lösung belohnt, die vor allem in Bezug auf Dichtheit und Montagefreundlichkeit erheblich zugelegt hat.

Nicht schlecht. Kam es danach zu Folgeaufträgen?

Michaela Scharrenberger: Ja, es wurden zahlreiche Konfigurationen des Produkts beauftragt. Mittlerweile steht Mikron ein ganzer Baukasten für die verschiedensten Anforderungen bzw. Ausbaustufen der Maschine zur Verfügung.

 

Wie wichtig ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden für den Erfolg eines Projekts?

Michaela Scharrenberger: Von zentraler Wichtigkeit ist es, den Bedarf des Kunden zu verstehen und richtig darauf zu reagieren. Damit der Kunde bekommt, was er braucht, muss man die Anforderungen genau kennen beziehungsweise erfragen und umsetzen können. Es ist unsere Aufgabe, gegebenenfalls Alternativen vorzuschlagen und diese mit dem Kunden zu diskutieren. Oft ist es übrigens am besten, man macht dies telefonisch oder persönlich vor Ort. Das führt oft schneller zu einem guten Ergebnis als ein Austausch per Mail.

 

Was sind die zentralen Phasen in einem Konstruktionsprojekt wie diesem?

Michaela Scharrenberger: Alles beginnt mit der Konzeptphase, dann kommen die Detailkonstruktion, die Arbeitsvorbereitung, der Prototypenbau und letztlich die Kundenabnahme, nach der das Produkt dann in Serie produziert werden kann.

 

Kann es vorkommen, dass Konstruktionsdaten nochmal abgeändert werden müssen?

Michaela Scharrenberger: Je mehr Blechteile bei einer Konstruktion zusammenkommen, desto größer ist die Herausforderung, dass am Ende alles zusammenpasst. Bei SCHIMSCHA sorgen wir dafür, dass der Prototyp während der Entwicklung fortlaufend von Mitarbeitenden unterschiedlicher Disziplinen unter fertigungs- und und kostentechnischen Gesichtspunkten kritisch beäugt wird. Entdeckt jemand beim Fertigungsdurchlauf des Prototypen noch Optimierungspotenzial, wird dies frühzeitig umgesetzt. Schließlich gilt: Je eher ein Fehler bemerkt wird oder Verbesserungen umgesetzt werden können, desto günstiger ist es. In der Planung beim Computer Aided Design (CAD) sind Unstimmigkeiten noch leicht korrigierbar. Geht ein Produkt erst mal in Serie, wird es teuer. Das gilt es unbedingt zu vermeiden.

 

Stichwort CAD-Technologie. Wie hat sich das Fachgebiet Konstruktion in den letzten Jahren verändert?

Michaela Scharrenberger:  Mit der Umstellung auf die 3D-Konstruktion hat sich vieles getan. Durch die zunehmende Digitalisierung der Produktion ergeben sich jetzt natürlich auch zahlreiche Arbeitserleichterungen und Möglichkeiten für Effizienzsteigerungen für uns. Gerade an der Schnittstelle zwischen Konstruktion und Fertigung. Heutzutage funktioniert der Datenaustausch in einem neutralen 3D-Datenformat. Die Maschinen lesen die Konstruktionsdaten aus. Eine aufwendige Programmierung entfällt dadurch. Eine detaillierte Zeichnungserstellung ist oft nicht mehr notwendig – obgleich natürlich weiterhin möglich, wenn sinnvoll oder gewünscht. Generell tun sich durch die digitale Vernetzung vielversprechende Möglichkeiten auf. Bei SCHIMSCHA bringen wir in diesem Zusammenhang gerade vieles auf den Weg, was unseren Arbeitsalltag und auch den unserer Geschäftspartner und Kunden nachhaltig verbessern undvereinfachen wird.

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